Ein aufeinander abgestimmtes Komplettsystem aus patentierter LED-Aushärtetechnik und zugelassenen lichthärtenden Schlauchlinern. Es dient der grabenlosen Sanierung von Abwasserleitungen.
Ein mit lichthärtendem Harz getränkter Liner wird in das Altrohr eingebracht und mit Luftdruck an die Rohrwand gepresst. Danach wird ein LED-Lichtkopf durch den Liner gezogen. Das blaue Licht aktiviert die Photoinitiatoren im Harz, und der Liner härtet zu einem neuen, tragfähigen Rohr im Rohr aus.
Bluelight arbeitet im Wellenlängenbereich des blauen Lichts um 450 nm (444–457 nm). Die Harzsysteme enthalten dafür eigens entwickelte, patentgeschützte Photoinitiatoren. Die LEDs sind kompakt, leicht und energieeffizient.
Mit 0,30 bis 1,65 m pro Minute, also 18 bis 99 m pro Stunde. Der genaue Wert hängt von Linertyp, Durchmesser, Wanddicke und LED-Kopf ab.
Mit dem PAA F-Liner DN70 bis DN400. Mit dem PAA GF-Liner DN150 bis DN600 sowie Eiprofile von DN200/300 bis DN400/600.
Bis zu 125 Meter am Stück, in Ausnahmefällen auch mehr.
Ja. Der PAA F-Liner geht durch Bögen bis 90 Grad und überbrückt je nach Produkt 2D- oder 3D-Nennweitenwechsel. Der PAA GF-Liner geht durch Bögen bis 15 Grad, Nennweitenwechsel sind mit ihm nicht möglich.
Ja, mit dem PAA F-Liner. Dafür wird ein lichtdurchlässiger Spezial-Stützschlauch verwendet.
Der F-Liner hat einen flexiblen Synthesefaser-Träger mit PU-Beschichtung und wird im Inversionsverfahren eingebaut. Er eignet sich besonders für Anschluss- und Grundleitungen mit Bögen. Der GF-Liner hat einen formstabilen Glasfaser-Träger (GFK), wird eingezogen und ist für größere, gerade Haltungen gedacht.
Der F-Liner verwendet ausschließlich styrolfreies Vinylesterharz (AP450). Beim GF-Liner kann man zwischen styrolfreiem Vinylester (AP450) und styrolhaltigem Polyesterharz (PB450) wählen.
Beides ist möglich. Imprägnierte Liner sind lagerstabil. Überschüssiges Harz kann beim Tränken zurückgefüllt werden.
Die Verfahrenstechnik ist vom DIBt (Deutschland), vom WRC (Großbritannien) und vom CSTB (Frankreich) zugelassen. Die Zulassungsdokumente kann man auf der Materialseite herunterladen.
Die Nutzungsdauer liegt bei mindestens 50 Jahren.
Das Verfahren ist geruchsfrei und emissionsarm und arbeitet mit umweltfreundlichem Harz. Laut Bluelight spart es gegenüber warmhärtenden Systemen 90 bis 99 % CO2 ein. Silikon-Stützschläuche können wiederverwendet werden.
Die Bauzeit ist kurz, die sanierten Abschnitte sind schnell wieder in Betrieb, es entstehen keine chemischen Gerüche, und es muss nicht aufgegraben werden. Die Leitung ist danach wieder dicht und statisch tragfähig.
Die Anlage ist vollständig softwaregesteuert und zeichnet alle relevanten Parameter automatisch auf. Vor dem Aushärten kann der Liner per Kamera kontrolliert werden. Zusätzlich prüfen konzerneigene Labore Rohstoffe und Proben von Linern, die auf der Baustelle ausgehärtet wurden.
Nein. Bluelight ist ein Handelsunternehmen und schließt keine Werkverträge. Die Sanierung übernehmen die Anwender, also ausführende Fachbetriebe. Eine Liste steht auf der Seite „Anwender„.
Ja. Bluelight bietet eine Vorführ- und Mietanlage mit Anwendungstechniker für einzelne Projekte an und hat außerdem einen Mietgerätepool.
Ja. Zum Kauf gehören ein bis zwei Wochen persönliche Schulung beim Kunden vor Ort. Außerdem gibt es regelmäßige Anwenderschulungen, Fernwartung und Werkstätten in Deutschland und Dänemark.
Ein Laser-Messgerät, mit dem man Durchmesser, Umfang und Form eines Kanals von oben durch den Schacht bestimmt, ohne einzusteigen und ohne Schachtposten. Es misst im Bereich DN100–DN1000 (bei Beton bis DN1500) mit einer typischen Abweichung von etwa ±2 % und lässt sich ohne Schulung per App bedienen.